Grösser, höher und spektakulärer gestalteten sich die Weltwunder im Laufe der Zeit. Michael Gaszyński stellt im „Atlas der Weltwunder“ in faszinierenden 3-D-Grafiken, Infoboxen und Piktogrammen 50 herausragende Bauwerke, Orte, Naturräume und Erlebniswelten vor. Der Sachbuch-Tipp für die ganze Familie von Carol Rosa.
Weltwunder begeistern uns Menschen seit jeher. Nicht nur die Bauten an sich: also die Pyramiden, die Steinskulpturen der Osterinsel, das Kolosseum. Wir sind ebenso fasziniert von den Materialien, den Bautechniken, der Kunst am Bau und dem scheinbar unerschöpflichen Einfallsreichtum der Erbauer*innen und was sie alles auf sich genommen haben, um ihre Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.
Dabei sind insbesondere die Bauwerke, die aus religiösen Überzeugungen heraus entstanden sind, wie etwa der Petersdom in Rom oder die Tempelanlage von Angkor Wat, Ausdruck des menschlichen Strebens nach Überwindung der Sterblichkeit. Andere Bauten hingegen stehen für ein Land oder Nationalgefühl – etwa der Eiffelturm oder die Freiheitsstatue. Und wieder andere für die Schönheit oder eine verlorene Liebe, so etwa das weltberühmte Taj Mahal.
Vogelgezwitscher am Maya-Tempel
Michael Gaszyńskis „Atlas der Weltwunder“ ist selbst ein kleines Meisterwerk und zugleich eine Dokumentation des menschlichen Erfindergeistes, der unendlichen Vorstellungskraft und Realisierungswillen. Stilvoll und eigenwillig inszeniert der Autor und Illustrator die verschiedenen Weltwunder – von Nordamerika, Europa, Asien bis ins Weltall – und trägt dabei neben wissenswerten Fakten auch Kurioses und noch nie Gehörtes zusammen. So auch einen spektakulären akustischen Effekt: So erklingt etwa beim Maya-Tempel Chichén Itzà – wenn man an seiner Nordseite am Fusse des Tempels steht und in die Hände klatscht – ein Echo, das wie ein Vogelgezwitscher klingt.
Napoleon und die Nase der Sphinx
Kundig und verständlich berichtet Gaszyński, dass die Minarette des Taj Mahal leicht nach aussen geneigt sind, damit sie bei einem Erdbeben nicht aufs Mausoleum stürzen. Und räumt mit dem Gerücht auf, dass die Nase der grossen Sphinx von Gizeh durch eine Kanonenkugel von Napoleon zerstört worden sei. So war es definitiv nicht, denn sie fehlte bereits auf einem Kupferstich aus dem Jahr 1757. Ebenso rigoros begegnet er gängigen Mythen: So stellt er etwa bei den Pyramiden von Gizeh– übrigens das älteste der Sieben Weltwunder der Antike und das einzige bis heute erhaltene – unmissverständlich klar, dass hier die Lebensmittel wie anderswo auch verderben und nicht auf wundersame Weise für immer frisch bleiben, wie immer wieder hartnäckig behauptet wird.
Ein wunderbares Schmöker-Sachbuch für die ganze Familie
„Atlas der Weltwunder“ ist ein wunderbares Schmöker-Sachbuch für die ganze Familie mit vielen überraschenden und informativen Infos und Illustrationen.
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